10. Tag der zweiten Gruppe: Auf ins Westjordanland

Ein langer Tag liegt hinter uns. Früh brachen wir auf, denn wir wollten schon vor den ersten Gruppe den Haram-al-Sharif betreten, den ehemaligen Tempelberg, der jetzt das drittwichtigste Heiligtum des Islams ist. Heute stehen auf diesen Areal der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee. Früher war dies der Ort des Tempels von Jerusalem und damit das wichtigste Heiligtum des Judentums. Mit der Zerstörung des Tempels durch die Römer im Jahr 70 nach Christus, ist dieser Ort nicht mehr von Menschen jüdischen Glaubens bebaut worden.

Der Felsendom beeindruckt durch wunderschöne Kacheln und sein strahlend goldenes Dach. Die Ruhe dieses Platzes und die Ausstrahlung des Areals hinterließen einen tiefen Eindruck.

Von hier brachen wir auf Richtung Bethlehem. Zuerst stand ein Besuch des Caritas Baby Hospitals auf dem Programm, das sich um die medizinische Versorgung für Kinder bis zum 18. Lebensjahr im Westjordanland kümmert. In der hiesigen schwierigen medizinischen Versorgung, vor allem der Flüchtlingscamps, bietet das Hospital einen wichtigen Anlaufspunkt für Eltern und Kinder.

Zum Mittagessen waren wir bei Faten Mukarker eingeladen, die uns eindrücklich von der Situation der Menschen und auch der Christen in Palästina berichtete. Die Situation ist nach wie vor schwierig und viele Christen verlassen das Land, um ein besseres Leben in der EU oder in den USA zu finden.

Nach diesem Essen tauchten wir in die Geschichte des Landes zur Zeit Jesu ein. In der Nähe von Bethlehem hat Herodes der Große eine mächtige Festung errichtet, das Herodion. Vor wenigen Jahren fand man hier sein Grab und man hat neben einer fantastischen Sicht auf das Umland auch einen tollen Einblick in die Baukunst dieses Herrschers zur Zeit der Zeitenwende.

Der krasse Gegensatz zum Reichtum des Herodes waren die ärmlichen Hirtenfeldern mit ihren Grotten, die die Geschichte von Weihnachten nach dem Evangelium von Lukas erzählen. Auch die Geburtskirche erinnert mit ihrer Geburtsgrotte an diese frohe Botschaft. Hier schafften wir es gerade noch vor Schliesszeit hineinzukommen.

Geschafft verbringen wir jetzt den Abend im Paulushaus in Jerusalem und freuen uns auf den morgigen Tag.

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