Wir sind von Gott Angehauchte

© Foto: Friedbert Simon / Künstler: Polykarp Ühlein Pfarrbriefservice

Der Pfingsttag war ein Tag, an dem die Juden von überall zusammenkamen, um das Erntedankfest zu feiern. So auch in jenem Jahr, einige Monate nach der Kreuzigung Jesu. Es war ein jüdisches Fest, bei dem die ersten Früchte der Erde Gott geopfert wurden. An diesem Tag waren die Jünger Jesu versammelt und da geschah das Wunder: Flammen wie von Feuerzungen kamen auf jede Person herab, jede Person sprach in ihrer Muttersprache und alle Menschen verstanden die verschiedenen Sprachen.

Am Pfingsttag empfing die kleine christliche Gemeinde den versprochenen Heiligen Geist. Ich glaube, es ist diese Stärke des Heiligen Geistes, die die Kirche immer geleitet, gestärkt und erneuert hat. Das war die Geburt der Kirche, weil an diesem Tag die Gaben des Heiligen Geistes auf alle ausgegossen wurden.

So ist Pfingsten eine Feier der Gaben des Heiligen Geistes. Das Leben Gottes, sein Atem und seine Energie leben seitdem in uns und unter uns. Diesen Atem und diese Energie finden wir in Jesus Christus, weil er voll von diesem Geist war. Normalerweise wird am Pfingstsonntag folgender Text aus dem Evangelium nach Johannes vorgelesen. Jesus spricht zu den Jüngern, die sich aus Angst eingeschlossen hatten (Joh 20, 19-23): „Friede sei mit euch. Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist.“ Der Auferstandene schenkt die Gaben des Heiligen Geistes. Wir sind von Gott Angehauchte. Das feiern wir an Pfingsten.

Der Heilige Geist bewirkte, dass die Menschen einander verstanden und führte zur Gemeinschaft; zur Gemeinschaft zwischen verschiedenen Sprachen und Kulturen.

Wenn wir uns dem Heiligen Geist öffnen, dann werden uns die folgenden Gaben geschenkt: Die Gaben der Weisheit, der Einsicht, des Rates, der Erkenntnis, der Stärke, der Frömmigkeit und der Gottesfurcht. Das sind auch die Eigenschaften Jesu.

Das Pfingstfest will uns daran erinnern.

Barnabas Mang’era

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