Dünger für unseren Glauben

„Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt…“ so lautet die erste Zeile eines bekannten Volksliedes. Im März verabschieden wir uns von der kalten und dunklen Jahreszeit und be-grüßen das Frühjahr, das neue Leben. Dieses neue Leben braucht Vorbereitung, damit es gedeihen kann. Der Bauer muss die Scholle bearbeiten, Erde umwerfen, Steine und Hinder-nisse entfernen, Düngen und Samen säen – und wir?

Wir sind auch in einer Vorbereitungszeit, der Fastenzeit. Wir sind dabei unseren Boden, unser Inneres zu bearbeiten, damit neues Leben an Ostern kommen und wachsen kann. Wir können diese Zeit nutzen, um in unserem Leben zu schauen, was es für Steine gibt, die wir bearbeiten und entfernen können. Wir können vielleicht Steine des Streits, der Missgunst, des Zorns oder der Lüge finden, die unser Inneres, unseren Boden verunreinigen.

Jesus gibt uns da einen klaren Weg, den Weg der Versöhnung, den Weg der Umkehr, den Weg aufeinander zu. „Kehre um und glaube an das Evangelium“ so wurden wir am Aschermittwoch an den vor uns liegenden Weg erinnert. Umkehr, Einkehr, Innehalten, Besinnen, damit wir uns neu an Jesus, an seiner Frohen Botschaft, orientieren können.

Doch wenn wir an den Bauern denken, er muss nicht nur Steine und Hindernisse entfernen, er muss den Boden auch Düngen für die neue Saat. Auch unser Inneres braucht Dünger, unser Glaube braucht Nahrung. Nutzen wir die Zeit der Vorbereitung auf Ostern auch zum Düngen, im Gespräch miteinander über Gottes Wort, im Besuch kranker oder einsamer Menschen.

Da fällt mir das Wort des Bischofs ein: „Heute bei dir“. Auch er möchte uns aufrufen, dass wir uns auf den Weg zueinander machen. Suchen wir die Begegnung miteinander, die Gemein-schaft, den Austausch, damit wir uns gegenseitig stärken und aufbauen können, so dass wir Dünger für unser Inneres erhalten und einander geben können. Dann fällt Gottes Wort auf fruchtbaren Boden, dann kann Ostern, Auferstehung mitten im Leben stattfinden.

Ich wünsche uns allen einen gut vorbereiteten Boden und ein frohes und gesegnetes Osterfest

Ihre Heike Hoberg, Gemeindereferentin

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