Satt sein ist mehr. Brot ist lebendig.

Foto: Martha Gahbauer/ pfarrbriefservice

„Satt sein ist mehr“

Von Axel Kühner aus „Gute Minute – 365 Impulse zum Leben“.

Man erzählt von einem alten Bäcker, der ein ganz besonderes Brot hatte. „Sie sehen heute so bedrückt aus „, fragte der Bäcker einen Mann, der bei ihm Brot einkaufen wollte. „Ich habe Angst um mein Kind, es ist gestern verunglückt und liegt nun in der Unfallklinik.“

Der Bäcker nahm das Brot auf dem Ladentisch, brach zwei Stücke ab und gab eines davon dem Mann.“ Ich will an Sie und Ihr Kind denken.“ So etwas hatte der Mann noch nie erlebt, solch ein Brot noch nie gegessen. Beide aßen ihr Stück schweigend und dachten an das Kind im Krankenhaus und erflehten seine Besserung. Eine Frau kam in den Laden, um Brot zu kaufen. Der Bäcker brach noch einen Bissen ab, reichte ihn der Frau und sagte: „Essen Sie mit uns, sein Kind liegt schwerverletzt im Krankenhaus. Er soll wissen, dass wir seine Not teilen und mit ihm hoffen und beten.“ Und die Frau nahm das Stückchen Brot und aß es mit den beiden Männern.

Brot ist etwas Lebendiges und Stärkendes.

Wer es mit anderen teilt und gemeinsam isst, hat mehr davon: Lebenskraft und Lebensfreude, Lebenshoffnung und Lebenserfüllung.

Das besondere Brot ist die Liebe.

ausgewählt von Lionelle Ulrich, GdG-Rat

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