Geistreich im Frühling

Foto: Samuel Zeller/unsplash.com

 

Grüß Gott du schöner Maien, jetzt bist du wied`rum hier …………..

So begrüßt ein altes Volkslied den Monat Mai, der für die Menschen die Wende weg vom Winter zum Frühling und Sommer hin bedeutet. Die länger werdenden Tage, die wärmenden Strahlen der Sonne, der Mairegen, der sprichwörtlich „Segen“ bringt,  lässt die Natur explodieren und Leben regt sich überall.

Das Osterfest, das Fest der Auferstehung, liegt hinter uns. Bereits mit diesem verbinden wir den Neubeginn des Lebens in der Natur und für uns Menschen. Jesus hat uns von allem Ballast befreit. Durch seinen Kreuzestod sind wir von unseren Sünden erlöst und bereit für den Weg zum göttlichen Vater, den Jesus voran geht.

Zwischen Ostern und Christi Himmelfahrt liegen 40 Tage. Das Fest der Himmelfahrt Jesu fällt fast immer in den Mai.

40 Tage lang war Jesus nach der Auferstehung mit seinen Jüngern zusammen, dann „wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, weg vor ihren Augen“ (Apg 1,11). Diese Himmelfahrt erklärt, wo Jesus jetzt ist: bei Gott, seinem Vater, im Himmel.

Nach dem Vorfinden des leeren Grabes erscheint Jesus mehrmals seinen Jüngern, um ihnen zu zeigen, dass er noch bei ihnen ist – nur anders, als sie es bislang erlebt hatten.

Der Evangelist Lukas beschreibt folgende Ereignisse:

LK 24,13–35: Jesus erscheint zwei Jüngern bei Emmaus auf dem Weg nach Galiläa, erklärt ihnen anhand der Schrift den Sinn seines Leidens und isst mit ihnen. Sie erkennen ihn erst am Brotbrechen.

Lk 24, 36-39: Jesus erscheint den Jüngern in einem Saal in Jerusalem, wo sie sich aus Angst versammelt hatten. Er überwindet ihren Unglauben, indem er sich anfassen lässt, seine Wundmale an Händen und Füßen zeigt, etwas isst und danach
beauftragt er sie zur weltweiten Mission.

Wir kennen die Geschichte um den Apostel Thomas, der bei diesem Geschehen nicht anwesend war und erst bei einer weiteren Begegnung zwischen Jesus und den Jüngern glauben wollte, dass es wirklich Jesus sei, als er selbst seine Hand in die Wunde der Seite gelegt hatte. Daraus stammt die Sequenz: Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben.

Bevor Jesus ganz zum Vater zurückkehrt, will er die Jünger gut vorbereiten auf die Aufgaben, die nun vor ihnen liegen. Er versichert ihnen, da zu sein, solange die Welt besteht. Die Augen der anwesenden Jünger sind himmelwärts gerichtet, als Jesus von der Wolke zum Himmel weggetragen wird. Der Himmel tut sich auf und Jesus wird in den Himmel aufgenommen.

Himmel, ein Sehnsuchtsort, eine unendliche Weite, ohne Grenzen, unergründlich, unbekannt; und so setzen wir Christen alle Hoffnung darauf, dass irgendwo dort der Ort ist, von dem Jesus erzählt hat, vom Reich des Vaters, wo es keine Schmerzen, kein Leid, keine Ungerechtigkeiten gibt sondern grenzenlose Liebe.

In den Schriften der Bibel findet sich keine Definition zum Ort „Reich Gottes“. Jesus beschreibt in zahlreichen Gleichnissen und Vergleichen, wie es sein wird.

Der Mai als Wendemonat der dunklen Jahreszeiten zu den lichtreichen Tagen wird im Volksmund auch der Himmelfahrtsmonat genannt. Viele Wallfahrten finden im Mai statt, Menschen machen sich auf den Weg, den Spuren Jesu zu folgen, auch um vielleicht dabei dem Reich Gottes ein wenig näher zu kommen.

Ich wünsche Ihnen eine gute Maien-Zeit und beim Blick himmelwärts das Spüren von Jesu Versprechen, dass er bei uns ist alle Tage, solange die Welt besteht.

Lydia Freudl

Dieser Beitrag wurde in Aktuell, Geistreich veröffentlicht. Ein Lesezeichen auf das Permalink. setzen. Trackbacks are closed, but you can post a comment.

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail wird niemals veröffentlicht oder weitergegeben. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Sie können diese HTML-Tags und -Attribute verwenden <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

*
*

© Pfarrei Christus unser Bruder | Webdesign: XIQIT GmbH
Kontakt | Impressum | Bildnachweise | Datenschutz