Geistreich im Dezember


Als ich begann, Gott die Führung zu übergeben
nach der wundervollen Rede von Charly Chaplin: “Als ich mich selbst zu lieben begann…”

Wie kann sich das eigene Leben verändern, sobald man bewusst entschieden hat, sich von Gott führen zu lassen?

Ich habe mich von Charly Chaplins wundervoller Rede inspirieren lassen und dabei auf meine eigene Erfahrung mit Gott zurück geblickt. Möge dich dieser Text inspirieren und dich auf deinem eigenen Weg bestärken.

Als ich begann, Gott die Führung meines Lebens zu überlassen, hörte ich auf zu kämpfen. Ich warf auf Gott alle meine Sorgen, ich übergab ihm die Führung meines Lebens und lernte auf ihn zu warten. Ich hörte auf, alles kontrollieren zu wollen und vorschnell zu urteilen. Ich wurde gelassener und erkannte, dass es andere Wege und neue Chancen geben kann. Heute vertraue ich Gott in all meinen Lebensphasen. Ich blicke gelassen, zuversichtlich und voller Neugier auf die Zukunft.

Heute weiß ich: Das ist die Gabe der WEISHEIT. Da wirkt Gott, da ist sein Geist.
Als ich begann, Gott die Führung zu überlassen, hörte ich auf perfekt sein zu wollen und erkannte, dass niemand perfekt vor Gott sein kann.
Ich fing an, fair mit den Fehlern anderer umzugehen, denn ich verstand, dass ich auch Ecken und Kanten habe.
Ich kam zur Erkenntnis, dass ich zum Glück anderer beitragen soll, wenn ich nachhaltig im Leben glücklich sein will.


Heute weiß ich: Das ist die Gabe der EINSICHT. Da wirkt Gott, da ist sein Geist.
Als ich begann, Gott die Führung zu überlassen, fing ich an, Rat erst bei Gott zu suchen. Ich wurde dankbar für guten Rat auch von Menschen, die nicht nur sagen, was ich gerne hören wollte, sondern mir den Kopf wuschen und mir ans Bein traten, wenn es nötig war.
So verstand ich, dass, wo Menschen wahrhaftig sind, auch wenn es einem selbst wehtut, wo Menschen mich nicht billig schonen, sondern ehrlich und deutlich sind und mir die Augen öffnen, da wirkt Gott.Heute weiß ich: das ist die Gabe der RÄTE. Da wirkt Gott, da ist sein Geist.
Als ich begann, Gott die Führung zu überlassen, verstand ich, dass der stark ist, der keine Gewalt und kein Faust anwendet, sondern der Selbstvertrauen hat und in sich ruht.
Ich verstand, dass stark sein bedeutet die schwierigen Momenten auszuhalten und zu widerstehen.
Ich verstand dass, ich niemanden zum Glauben zwingen kann, aber mein Vorleben und mein Beispiel im Alltag kann zeigen wie Glaube, Liebe und Hoffnung zusammenhängen.
Ich erkannte, dass der Glaube an Gott heilt, befreit und Kraft gibt.
Heute weiß ich: Das ist die Gabe der STÄRKE. Da wirkt Gott, da ist sein Geist.
Als ich begann, Gott die Führung zu überlassen, verstand ich, dass Gott in mir lebt, dass ich mit ihm jeder Zeit, mit eigener, unverwechselbarer Sprache, die nur er versteht, in der Stille und ohne Scheu reden kann, ihm schlicht erzählen, was mich umtreibt, ohne Sorge missverstanden zu werden und dass, wenn er für mich ist, nichts und niemand gegen mich sein kann.
Mir wurde im Alltag bewusst, dass der Allmächtige mich wahrscheinlich besser als ich mich selbst kennt, und dass ich eine enge, persönliche Beziehung auf ganz eigene Art und Weise zu ihm aufbauen kann.
Heute weiß ich: Das ist die Gabe der FRÖMMIGKEIT. Da wirkt Gott, da ist sein Geist.
Als ich begann, Gott die Führung zu überlassen, begann ich, meine Gedanken aufzuräumen. Ich lernte, Gute zu tun, insbesondere wenn keiner zuschaut, weil mir bewusst wurde, dass Gott immer alles hört und sieht.
Ich verstand, dass Gott der einzige ist, vor dem ich die Knie beugen darf, vor niemand sonst auf der Welt, nur vor Gott, der mich gewollt hat und dem ich mein Leben verdanke. Ihm gebührt Ehrfurcht, aber eine die sich nicht fürchtet, sondern kühn vertraut.
Heute weiß ich: Das ist die Gabe der GOTTESFURCHT. Da wirkt Gott, da ist sein Geist.

Das sind die sieben Gaben des Heiligen Geistes. Gottes Programm für uns Menschen. Uns geschenkt, nicht aufgedrängt. Umsetzbar für jede und jeden, so wie es jeder und jedem einzelnen möglich ist. Keine hochgelegte Latte, kein überfordernder Anspruch und erst recht keiner, der für alle gleich ist. Sieben Hilfestellungen, um das Leben etwas näher am Evangelium zu gestalten. Um es zumindest zu versuchen. Es liegt an uns, ob die Gaben sich entfalten. Ob wir es zulassen, dass sie sich entfalten.
Viele Grüße,
Lionelle Ulrich

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