Geistreich im März

„Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt,
er setzt seine Felder und Wiesen instand.
Er pflüget den Boden, er egget und sät
und regt seine Hände frühmorgens bis spät“

so heißt es in der ersten Strophe eines bekannten Frühlingsliedes.

Die Tage werden spürbar länger und so, wie die Natur zu neuem Leben erwacht, spüre auch ich neuen Elan und habe mehr Energie, meine Arbeit aufzunehmen und darüber hinaus Kraft für weitere Unternehmungen. Ich genieße die Arbeit im Garten und freue mich über das frische Grün der ersten Blätter.

In diese Zeit fallen die 40 Tage der Fastenzeit – fast immer komplett in den März.
Das Bild vom fleißigen Bauer kann ein Beispiel sein, wie man sich auf eine gute Ernte vorbereiten kann. Man muss zunächst den Boden vorbereiten für die Aussaat.
Während der Fastenzeit hören wir zunächst in den Texten der Evangelien vom öffentlichen Leben Jesus, seinen Wundern und seinen Gleichnissen.
Sie zeigen uns den Weg auf, den wir gehen sollen und der uns dann zur Erfüllung unseres Lebens bei Gott führen wird.

„So geht unter Arbeit das Frühjahr vorbei,
dann erntet der Bauer das duftende Heu;
er mäht das Getreide, dann drischt er es aus:
im Winter, da gibt es manch fröhlichen Schmaus“

so endet das Lied mit der Ernte und dem guten Vorrat für die karge Jahreszeit.

Einen Vorrat an Vertrauen und Liebe zu Jesus brauchten die Menschen damals, als es zum Kreuzweg ging, als das Kreuz errichtet wurde und Tod der vermeintliche Sieger schien, bis die Nachricht von der Auferstehung Alles in Hoffnung und Zuversicht verwandelte.
Ich wünsche Ihnen für die 31 Tage im März, dass sie einmal versuchen, das Feld ihrer Glaubensbeziehung zu Gott mit dem Elan des Frühlings zu beackern, um dann die Herausforderung der Karwoche mit der Ernte an Vertrauen und Zuversicht in Gottes große Liebe und Barmherzigkeit mit der Zusage der Auferstehung anzunehmen.

Lydia Freudl

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