Kategorien-Archiv: Geistreich

Satt sein ist mehr. Brot ist lebendig.

Foto: Martha Gahbauer/ pfarrbriefservice

„Satt sein ist mehr“

Von Axel Kühner aus „Gute Minute – 365 Impulse zum Leben“.

Man erzählt von einem alten Bäcker, der ein ganz besonderes Brot hatte. „Sie sehen heute so bedrückt aus „, fragte der Bäcker einen Mann, der bei ihm Brot einkaufen wollte. „Ich habe Angst um mein Kind, es ist gestern verunglückt und liegt nun in der Unfallklinik.“

Der Bäcker nahm das Brot auf dem Ladentisch, brach zwei Stücke ab und gab eines davon dem Mann.“ Ich will an Sie und Ihr Kind denken.“ So etwas hatte der Mann noch nie erlebt, solch ein Brot noch nie gegessen. Beide aßen ihr Stück schweigend und dachten an das Kind im Krankenhaus und erflehten seine Besserung. Eine Frau kam in den Laden, um Brot zu kaufen. Der Bäcker brach noch einen Bissen ab, reichte ihn der Frau und sagte: „Essen Sie mit uns, sein Kind liegt schwerverletzt im Krankenhaus. Er soll wissen, dass wir seine Not teilen und mit ihm hoffen und beten.“ Und die Frau nahm das Stückchen Brot und aß es mit den beiden Männern.

Brot ist etwas Lebendiges und Stärkendes.

Wer es mit anderen teilt und gemeinsam isst, hat mehr davon: Lebenskraft und Lebensfreude, Lebenshoffnung und Lebenserfüllung.

Das besondere Brot ist die Liebe.

ausgewählt von Lionelle Ulrich, GdG-Rat

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„Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen“

Foto: Klicker/ pixelio.de

„Ich wünsche Dir, dass Dich das Feuer des Heiligen Geistes täglich neu mit Mut und Lebenslust, mit Kraft und Phantasie entzündet, dass Du aus einer unerschöpflichen Lebendigkeit heraus Deine Träume verwirklichen kannst, um ganz Du selbst zu sein, und dass sich Dein Leben darin sinnstiftend erfüllt.“

So lautet ein Text von Christa Spilling‐Nöker.

Ist das ein Glückwunsch, jemandem den Heiligen Geist zu wünschen?

Wer hat ihn schon gern in seiner Nähe?! Der Heilige Geist ist bei uns schlecht dran. Einerseits kennen wir ihn nicht – andererseits haben wir Angst vor ihm. Wir haben das Gespür für Gottes Geist in der Welt verloren, weil wir ihn mit dem Etikett „Heilig“ versehen haben: Damit gehört er in die Kirche – und stört uns nicht weiter.

Wenn wir sagen, der Heilige Geist sei der Geist des Friedens und der Freiheit, des Lebens, der Hoffnung und der Freude, der Phantasie und der Kraft, der Lebenslust und des Mutes – dann müssten eigentlich alle Menschen nichts mehr tun als diesen Geist herbeizusehnen. Aber die-ser Geist schenkt seine Gaben, wie und wo ER will – und nicht, wie wir wollen. Darum haben wir Angst. Denn wir wollen in unserer Lebensrechnung keine Unbekannten, wir wollen klare, überschaubare Posten, die wir dann zu unserer Lebenssumme zusammenzählen können. Nur keine Experimente. Die bringen unsern Alltag durcheinander.

Wir können den Heiligen Geist nur gebrauchen, wenn er theoretisch bleibt: im Katechismus, im Religionsbuch und auch beim Kreuz‐Zeichen. Aber bitte nicht im Leben. Der Heilige Geist will uns aber mitreißen – auf Gott hin. Er lässt uns nicht in Ruhe. Er bewegt, er schreckt auf, er experimentiert, er verunsichert.

Die Kraft dieses lebendigen Geistes Gottes wünsche ich Ihnen und mir nicht nur an diesem Pfingstfest, sondern jeden Tag neu.

Ihr Pfarrer Pero Stanušić

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Zwischen Himmel und Erde

Erst noch irgendwie die Karwoche überstehen, dann kommt sie: die Auferstehung, die Erlösung von allem Leid, aller Trauer, allem Dunkel.

So geht es mir jedes Jahr wieder aufs Neue, obwohl ich doch weiß, wie es ausgehen wird. Dieses Gefühl zwischen Himmel und Erde – oder eher noch Erde und Himmel – ganz lebendig zu spüren erlebe ich in dieser Woche intensiver als sonst im Rest des Jahres.

Die Karwoche beginnt mit dem Halleluja beim Einzug in Jerusalem; es folgt das Geschenk des Abendmahls an die Jünger und alle nachfolgenden Christen, das Erleben des Verrats, die Verurteilung und zuletzt der Tod am Kreuz: Himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt – so kann man es passender nicht sagen, und am Ende dieser Woche steht die Erlösung.

Der Tod ist nicht das Ende. Jesus verschafft uns eigentlich schon Gewissheit, als er noch am Kreuz zu dem Mitgekreuzigten sagt, als dieser ihn als Sohn Gottes erkannte: „Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein“.

Was für eine Zusage! Jesus stirbt den Kreuzestod, um uns den Weg zum himmlischen Paradies zu ebnen und um uns mitzunehmen.

Wenn wir ihn als Sohn Gottes erkennen und an seine Botschaft glauben, erleben wir mit ihm die Auferstehung und ein neues Leben. Mit der Auferstehung verschwinden Zweifel, Dunkelheit und Angst. Gott hält uns jederzeit den Himmel offen, wenn wir uns für ihn entscheiden. Ich stehe mit meinen Beinen fest auf der Erde und sehe den Himmel über mir.

Das österliche Erleben der Nachricht von der Auferstehung Jesu, das Erwachen der Natur aus dem Winterschlaf, das genau in diese Zeit fällt, lässt den Himmel spürbar ein Stück näher an mich herankommen und ich spüre den Perspektivenwechsel : von „zwischen Erde und Himmel“ zu „zwischen Himmel und Erde“!

Lydia Freudl
Mitglied im GdG-Rat

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Dünger für unseren Glauben

„Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt…“ so lautet die erste Zeile eines bekannten Volksliedes. Im März verabschieden wir uns von der kalten und dunklen Jahreszeit und be-grüßen das Frühjahr, das neue Leben. Dieses neue Leben braucht Vorbereitung, damit es gedeihen kann. Der Bauer muss die Scholle bearbeiten, Erde umwerfen, Steine und Hinder-nisse entfernen, Düngen und Samen säen – und wir?

Wir sind auch in einer Vorbereitungszeit, der Fastenzeit. Wir sind dabei unseren Boden, unser Inneres zu bearbeiten, damit neues Leben an Ostern kommen und wachsen kann. Wir können diese Zeit nutzen, um in unserem Leben zu schauen, was es für Steine gibt, die wir bearbeiten und entfernen können. Wir können vielleicht Steine des Streits, der Missgunst, des Zorns oder der Lüge finden, die unser Inneres, unseren Boden verunreinigen.

Jesus gibt uns da einen klaren Weg, den Weg der Versöhnung, den Weg der Umkehr, den Weg aufeinander zu. „Kehre um und glaube an das Evangelium“ so wurden wir am Aschermittwoch an den vor uns liegenden Weg erinnert. Umkehr, Einkehr, Innehalten, Besinnen, damit wir uns neu an Jesus, an seiner Frohen Botschaft, orientieren können.

Doch wenn wir an den Bauern denken, er muss nicht nur Steine und Hindernisse entfernen, er muss den Boden auch Düngen für die neue Saat. Auch unser Inneres braucht Dünger, unser Glaube braucht Nahrung. Nutzen wir die Zeit der Vorbereitung auf Ostern auch zum Düngen, im Gespräch miteinander über Gottes Wort, im Besuch kranker oder einsamer Menschen.

Da fällt mir das Wort des Bischofs ein: „Heute bei dir“. Auch er möchte uns aufrufen, dass wir uns auf den Weg zueinander machen. Suchen wir die Begegnung miteinander, die Gemein-schaft, den Austausch, damit wir uns gegenseitig stärken und aufbauen können, so dass wir Dünger für unser Inneres erhalten und einander geben können. Dann fällt Gottes Wort auf fruchtbaren Boden, dann kann Ostern, Auferstehung mitten im Leben stattfinden.

Ich wünsche uns allen einen gut vorbereiteten Boden und ein frohes und gesegnetes Osterfest

Ihre Heike Hoberg, Gemeindereferentin

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„Mit Jesus auf dem Weg“

Foto: Pieter Kunstreich/Boniwerk Emmaus/ Pfarrbriefservice.de

Foto: Pieter Kunstreich/Boniwerk Emmaus/ Pfarrbriefservice.de

Ostern für die Kommunionkinder 2018

Auf dem Weg zur Erstkommunion gibt es wieder wichtige Haltepunkte. Am 10.03. findet von 15:00 – 18:00 Uhr der Nachmittag der Versöhnung für die Kommunionkinder in Haaren statt. Für die Kinder in Verlautenheide ist dieser am 17.03. ebenfalls von 15:00 – 18:00 Uhr. Zu Palmsonntag, 25.03., sind be-sonders auch die Kommunionkinder zur Palmprozes-sion vom Alten Friedhof in Haaren zur Kirche mit anschließender Messfeier eingeladen. Am Karfreitag, 30.03., sind um 11:00 Uhr alle Kommunionkinder zum Kinderkreuzweg in Haaren eingeladen. Dort wollen wir den Leidensweg Jesu bis zum Tod am Kreuz bedenken.

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