Kategorien-Archiv: Kolumbienblog

Kaplan Matthias Fritz ist 17 Tage mit anderen pastorale Mitarbeiter/innen des Bistums in Kolumbien. Hier berichtet er von seinen Erfahrungen und Eindrücken mit Land, Leuten und Kirche. Seine Beiträge sind chronologisch sortiert – der neueste Artikel steht oben.

Kolumbien – Land, Leben, Leute

Für den 06. Februar laden wir ganz herzlich zu einem Informationsabend über die Kolumbienreise von Kaplan Matthias Fritz in das Pfarrheim Arche in Verlautenheide ein. Um 20h berichtet er von seinen Erfahrungen in Kolumbien und möchte Ihnen einige Eindrücke über das Land, die Menschen und die Situation in Kolumbien geben.

Zusätzlich freuen wir uns, dass am Aschermittwoch in der Messe um 19h in St. Hubert, Verlautenheide, ein kolumbianischer Gast mit uns den Beginn der Fastenzeit feiern wird. Er wird uns auch im Anschluss ab 20h zu einem Gespräch über seine Arbeit in Kolumbien zur Verfügung stehen.

Herzliche Einladung!

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Bogota die Zweite – Abschluss einer Reise

Zum Abschluss unserer Reise, haben wir noch 3 Tage in Bogota. Es ist Zeit um die Frage zu stellen, wie es in der Partnerschaft mit Kolumbien weitergehen soll. Denn es kann nicht mehr so weitergehen, dass das Bistum Aachen nur noch Geld nach Kolumbien überweist. Die Gespräche der vergangenen Wochen haben uns gezeigt, dass es immer noch Forderungen nach Geld gibt, um Situationen im Land zu unterstützen, aber es geht auch darum eine echte und wechselseitige Partnerschaft zu initiieren. Dafür gab es schon gute Begegnungen. Wir denken an einen Austausch von pastoralen Arbeitskräften aus allen Berufsgruppen und es werden für die kommenden Jahre zwei Studienplätze für Kolumbianer/innen an der KatHo in Aachen freigestellt. Partnerschaft kann nur über persönliche Begegnung geschehen und damit Menschen untereinander verbinden. Das soll so weitergedacht werden. Dabei geht es für uns ab sofort nicht mehr um einen alleinigen Besuch von Priestern und Bischöfen. Lesen Sie mehr »

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Cartagena – zwei Gesichter einer Stadt

Cartagena bzw. mit vollem Namen Cartagena de Indias liegt schön gelegen an einer Halbinsel im Norden des Landes. Wenn ein Ort in Kolumbien touristisch erschlossen ist, dann dieser. Täglich legen hier mehrere Kreuzfahrtschiffe in der Stadtan und wird dann überlaufen von US-amerikanischen und europäischen Touristen. Damit hat sich – auf den internationalen Tourismus hin betrachtet – über Jahrhunderte hin wenig geändert. Denn Cartagena wurde als Sklavenumschlagsort gegründet. Unzählige Afrikaner wurden nach Cartagena verschifft und auf dem hiesigen Sklavenmarkt durch internationale Händler verkauft. Das ist dann die dunkle Geschichte Cartagenas aus heutiger Perspektive, aber es gibt noch viele andere dunkle Kapitel in der Geschichte dieser Stadt. Denn zur damaligen Zeit war der Handel mit Sklaven ganz selbstverständlich. Ein hoch angesehener Mensch dieser Stadt ist der heute als heilig anerkannte Pedro Claver- ein Jesuitenpater und Arzt der hier lebte. Er selbst hatte Sklaven (weil es damals selbstverständlich war) aber setzte sich für Sklaven ein, die gerade hier an Land gebracht wurden. Nach der langen Zeit des Transportes kamen diese meist krank, ausgehungert oder psychisch erkrankt hier an. Pedro versuchte diese wieder aufzurichten und ihnen zu helfen. Ein gerechter Umgang mit diesen Sklaven war sein Ziel. Aus der heutigen Perspektive nicht ausreichend, aber für die damalige Zeit schon ein Ansatz. Pedro wird heute als großer Heiliger in Cartagena verehrt und auch in der Weltkirche. Lesen Sie mehr »

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Choco – König des Dschungels

Für die so genannte „Praktikumszeit“ hat es mich mit zwei weiteren Kollegen in den Choco verschlagen. Die Region Kolumbiens, die auch als pazifische Region bekannt. Es ist die zweitreichste Regenregion der Welt und strotzt vor tropischem Grün. So weit das Auge sehen kann, gibt es die exotischsten Pflanzen und noch etwas fällt auf: hier gibt es auf einmal fast nur noch afrikanisch-stämmige Menschen. Das Aussehen und der Hauttyp der Menschen hat sich verändert – aber auch die Kultur. Überall erschallt in den Städten laute Musik und abends brodeln die Städte.

Von Medellin haben wir einen kleinen Flieger nach Quibdo im Choco genommen. Der Ankunftsflughafen ist winzig und es erwartet uns eine drückende und schwüle Hitze. Aus dem Flieger vor uns werden gerade Hühnerküken ausgeladen. Das ist besonders auffällig für diese Region. Denn die Strecke, die wir gerade in nur 35 Minuten in der Luft zurückgelegt haben, dauert per Auto oder Bus zwischen 8 und 14 Stunden – je nachdem, wie die Straße nach Regenfällen und Erdrutschen aussieht und entsprechend der politischen Situation. Wenn eine militarisierte Gruppe etwas durchsetzen möchte, dann sperrt sie einfach die Straße oder sprengt eine Brücke, um ihrer Forderung Aufmerksamkeit zu verschaffen. Es ist das Privileg der reicheren Menschen zu fliegen. Die Armen sind von der Straße abhängig über die auch die meiste Nahrung in die Pazifikregion gelangt. Wird die Straße durch militärische oder Naturgewalt blockiert, dann hat das Volk zu hungern, da die Nahrungsmittel, die per Flugzeug in die Region kommen, nicht ausreichen.  Lesen Sie mehr »

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Medellin – Königen der …

Nach zwei Tagen in Medellin verlassen wir heute das Hochland der Kordilleren und verteilen uns in Kleingruppen auf das ganze Land. Für meine Gruppe geht es in den Choco. Ein Urwaldgebiet an der Pazifikküste, ohne große Straßenzüge und mehrheitlich mit Flüssen als Verkehrswegen.

Die letzten Tage waren im wahrsten Sinne gekrönt mit großartigen Erfahrungen. Die gesamte Stadt ist schon auf Weihnachten getrimmt. Es gibt eine knallig bunte Beleuchtung, die bereits jetzt schon auf das Fest in knapp 7 Wochen hinweist. Naja… nicht nur wegen Weihnachten. Der Bürgermeister möchte seine Stadt für ein besonderes Ereignis herausputzen.

Ende des Monats kommt Madonna nach Medellin – für zwei Konzerte. Die Stadt steht aber jetzt schon Kopf. Die Stadt mitten in den Nordanden bereitet sich auf eine große Zahl von weltweit angereisten Touristen vor, die nur für die zwei Konzerte kommen werden. Alles an Beleuchtung ist nur dafür vorgesehen. Lesen Sie mehr »

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