Tag-Archiv: Israel

11. Tag der zweiten Gruppe: Wüste, Totes Meer und ein schöner Abschluss

Heute brachen wir um 8:30h auf. Wir fuhren mit dem Bus zur Festung Massada, wo unter anderem Herodes der Große eine Festung hatte. Nachdem wir diese Höhenfestung besucht hatten, fuhren wir weiter nach Qumran. Dort haben wir zuerst eine kurzen Film und diesen Ort geguckt. Danach wurden wir durch eine Raum geführt, wo wir Tonkrüge gesehen haben. In solchen Tonkrügen wurden Schriftrollen gefunden, die aus dem 1. Jahrhundert nach Jesus stammen. Später waren wir sogar auf dem Berg, wo die Schriftrollen in den Tonkrügen gefunden worden waren. Nachdem wir dies besichtigt hatten gingen wir dort noch etwas essen, denn nun hatten wir Hunger!

Als schönen Abschluss des Tages gingen wir noch im Toten Meer schwimmen. Dies war sehr lustig, denn man konnte sich einfach treiben lassen. Außerdem rieben sich viele mit dem dortigen Schlamm ein. Im Anschluss fuhren wir zu unserer Unterkunft zurück. Als alle dort angekommen waren, genossen wir alle den letzten Abend, weil es morgen wieder zurück geht. Wer wollte, konnte noch zu einem Gespräch mit Thomas Fornet gehen, der aus unserer Gemeinde St. Martin stammt und gerade für ein Jahr in Jerusalem lebt.

Sarah Schünemann

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10. Tag der zweiten Gruppe: Auf ins Westjordanland

Ein langer Tag liegt hinter uns. Früh brachen wir auf, denn wir wollten schon vor den ersten Gruppe den Haram-al-Sharif betreten, den ehemaligen Tempelberg, der jetzt das drittwichtigste Heiligtum des Islams ist. Heute stehen auf diesen Areal der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee. Früher war dies der Ort des Tempels von Jerusalem und damit das wichtigste Heiligtum des Judentums. Mit der Zerstörung des Tempels durch die Römer im Jahr 70 nach Christus, ist dieser Ort nicht mehr von Menschen jüdischen Glaubens bebaut worden.

Der Felsendom beeindruckt durch wunderschöne Kacheln und sein strahlend goldenes Dach. Die Ruhe dieses Platzes und die Ausstrahlung des Areals hinterließen einen tiefen Eindruck.

Von hier brachen wir auf Richtung Bethlehem. Zuerst stand ein Besuch des Caritas Baby Hospitals auf dem Programm, das sich um die medizinische Versorgung für Kinder bis zum 18. Lebensjahr im Westjordanland kümmert. In der hiesigen schwierigen medizinischen Versorgung, vor allem der Flüchtlingscamps, bietet das Hospital einen wichtigen Anlaufspunkt für Eltern und Kinder.

Zum Mittagessen waren wir bei Faten Mukarker eingeladen, die uns eindrücklich von der Situation der Menschen und auch der Christen in Palästina berichtete. Die Situation ist nach wie vor schwierig und viele Christen verlassen das Land, um ein besseres Leben in der EU oder in den USA zu finden.

Nach diesem Essen tauchten wir in die Geschichte des Landes zur Zeit Jesu ein. In der Nähe von Bethlehem hat Herodes der Große eine mächtige Festung errichtet, das Herodion. Vor wenigen Jahren fand man hier sein Grab und man hat neben einer fantastischen Sicht auf das Umland auch einen tollen Einblick in die Baukunst dieses Herrschers zur Zeit der Zeitenwende.

Der krasse Gegensatz zum Reichtum des Herodes waren die ärmlichen Hirtenfeldern mit ihren Grotten, die die Geschichte von Weihnachten nach dem Evangelium von Lukas erzählen. Auch die Geburtskirche erinnert mit ihrer Geburtsgrotte an diese frohe Botschaft. Hier schafften wir es gerade noch vor Schliesszeit hineinzukommen.

Geschafft verbringen wir jetzt den Abend im Paulushaus in Jerusalem und freuen uns auf den morgigen Tag.

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9. Tag der zweiten Gruppe: Israelische Geschichte

Wieder begann unser Tag früh um 8h. Weil Sonntag war starteten wir mit einer Messe in der Schulkapelle der Schmidt-Schule. Das heutige Evangelium führte uns in die Zeit Jesu zurück, der sich mit den Pharisäern über den Glauben auseinandersetzen musste. Wir selber tauchten heute auch mehrmals live in die Geschichte Jesu und dieses Landes ein. Zuerst ging es nach Ein Karem, dem Geburtsort Johannes des Täufers. In einer ersten Kirche konnten wir die vermutliche Geburtsgrotte des Täufers sehen. Die zweite Kirche trägt die Erinnerung an die Begegnung zwischen Maria und Elisabeth aus dem Lukasevangelium.

Gegenüber auf dem nächsten Hügel befindet sich die Holocaustgedenkstätte YadVashem. Diese suchten wir als nächsten Ort auf. Tief beeindruckt gingen wir durch dieses Museum und sahen verschiedene Gedenkorte für die verstorbene Menschen im Holocaust. In direkter Nähe liegt auch die Knesset, das israelische Parlament, und ein großer Menorahleuchter, der dem Staat Israel in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts geschenkt wurde.

Da wir früh wieder an unserer Unterkunft waren, nutzten einige die Zeit zum bummeln, einkaufen oder auch für ein Stück Sachertorte im Österreichischen Hospiz.

Nach dem Abendessen gab es noch ein Highlight. Wir durften die Western Wall Tunnels besuchen, die uns auf das alte römische Strassenniveau brachten. Seit den 80er Jahren werden diese Tunnel freigelegt und erzählen von der Geschichte Jerusalems der letzten 2000 Jahre.

Ein voller Tag mit einem reichhaltigen Bild der Geschichte der letzten 2000 Jahre.

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8. Tag der zweiten Gruppe: Quer durch Jerusalem

Heute Morgen brachen wir wie jeden Morgen um acht Uhr auf. Wir fuhren mit dem Bus zum Ölberg, von dem wir die Stadt Jerusalem sahen. Danach waren wir in der „Vater unser Kirche“, in der wir auf verschiedenen Sprachen das Vater unser sahen. Dann gingen wir weiter zur „Dominus flevit Kirche“. Nachdem waren wir im Gärten von Gethsemane, indem auch die Kirche der Nationen steht. Außerdem steht dort der Baum unter dem die vier Jünger mit Jesus in seiner letzten Nacht gesessen haben. Dann gingen wir zur St. Anna-Kirche. Auf dem Weg dorthin gingen wir durch das Löwentor. Vor der St. Anna- Kirche könnten wir zwei Wassersammelbecken sehen, die früher die Wasserversorgung vom Tempel waren. Danach gingen wir durch die Via Dolorosa, die Kreuzwegstationen ab. Als wir diesen Weg zurück gelegt hatten, waren alle hungrig und wir gingen in das muslimische Vierte in einem Suq/Basar essen. Nach dem Essen gingen wir durch den Cardo, dass ist die alte römische Straße die quer durch Jerusalem verläuft und im jüdischen Viertel wieder frei gelegt worden ist. Später gingen wir in die Dormito Abtei,in deren Krypta man sich daran, dass Maria gestorben aber in den Himmel aufgenommen wordenist. Im Anschluss gingen wir in den Abendmahlssaal. Danach sahen wir das Grab von König David. Die Besonderheit hier war,dass es getrennte Zugänge für Männer und Frauen gibt, die Männer eine Kippa aufsetzen müssen und dass man wegen des Sabbat nicht fotografieren durfte! Als letztes besuchten wir St. Peter in Gallicantu. Unter dieser Kirche befindet sich eine Krypta in der Jesus eine Nacht eingekerkert war. Diese Kirche erinnert an die dreimalige Verleugnung Jesu durch Petrus. Danach fuhren wir zu unserer Unterkunft zurück. Es war ein anstrengender aber schöner Tag!

Sarah Schünemann und Kati Herzberg

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7. Tag der zweiten Gruppe: Aufbruch

Früh um 8h mussten wir den See Genesareth verlassen. Der Bus brachte uns den See entlang Richtung Jordan, dem wir entlang gen Süden folgten. Das idyllische Jordantal ging nach wenigen Kilometern in Bergland und in die judäische Wüste über. Hier liegt nach alter Tradition die Taufstelle, an der Jesus durch Johannes den Täufer getauft wurde. Lange Jahre war diese nur von jordanischer Seite zugänglich. Seit wenigen Jahren gibt es auch von israelischer Seite einen Zugang, den wir besuchten. Hier sahen wir zahlreiche Gruppen, die in das Wasser hinabstiegen und sich taufen ließen.

Weiter fuhren wir nach Jericho und besuchten hier die älteste Stadt der Welt. Archäologen fanden hier Reste einer Siedlung aus der Zeit von vor 10.000 Jahren. Uns brachte eine Seilbahn in das orthodoxe Kloster, in dem man sich an die Versuchungen Jesu in der Wüste erinnert. Wie ein Schwalbennest hängt dieses Kloster an der Steinwand und bietet so einer kleinen Gruppe von orthodoxen Mönchen eine Heimat.

Die Mittagspause war dann eher ungemütlich, da wie neben weiteren 20 Gruppe im großen Rahmen abgefertigt wurden. Froh stiegen wir in den Bus und fuhren die Berge nach Jerusalem hinauf. Der Bus meisterte so mit uns über 1000m Höhenunterschied, da Jericho unter dem Meeresspiegel liegt und Jerusalem 800m hoch jn den Bergen. Wer Lust hatte spazierte noch ein wenig durch die Altstadt von Jerusalem und stellte sich auf die kommenden Tage ein.

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