Zum Tode der Haarenerin Berta Kals

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Krippe „Alle Kinder dieser Erde“, Foto: Claus Wolff

Berta Kals, die im Alter von 92 Jahren in München verstorben ist und am 28. Januar in Haaren beigesetzt wurde, kennen noch viele in Haaren. Viele Jahre hat sie das Leben in unserer Pfarrei und in unserem Stadtteil mitgeprägt. Ihre Persönlichkeit war sehr bestimmt von ihrem Glauben, durch ihre Ehe mit Professor Hans Kals (den sie sehr früh durch den Tod verlor), von ihrer Glaubwürdigkeit, von ihrer Menschenfreundlichkeit, von ihrem Engagement in der entwicklungspolitischen Arbeit, in Flüchtlingsfragen und der Friedensbewegung.

In den 80er und 90er Jahren wurde sie deutschlandweit bekannt für ihre alternativen Krippen. Als Künstlerin griff sie aktuelle, politische gesellschaftliche Themen auf und deutete sie im Weihnachtsgeschehen. Über viele Jahre standen ihre Krippen in unserer Kirche St. Germanus und waren Anziehungspunkt für manche/n Besucher/-in. Obwohl sie persönlich eine freundliche und warmherzige Person mit einer fröhlichen Ausstrahlung war, provozierte sie mit diesen Tonarbeiten. Über viele Jahre war auch durch ihre Arbeit unserer Pfarrei Aushängeschild für die Auseinandersetzung mit kritischen Themen – durch ihre Arbeiten gerade in der Weihnachtszeit -.

Wir wissen Berta Kals nun in den Händen des Gottes, den sie so oft in seiner Armut und Niedrigkeit dargestellt hat, den sie entdeckt hat bei den Armen und Erniedrigten und der sie nun mit seiner Liebe aufnimmt in sein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit.

Rolf-Peter Cremer
Pfarradministrator Christus unser Bruder

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