Pfingsten und seine Wirksamkeit in unserem Leben heute

Gottes Geist

Ich beginne jeden Tag im Vertrauen darauf, dass Gottes Geist mein Leben führt. Ich sage ihm, wie sehr ich mir das wünsche.
Ich erlebe, wie der Geist Gottes mich beeinflusst, korrigiert und auf besondere Situationen aufmerksam macht.
Manchmal erfahre ich sehr konkret seine Führung. Ohne das Bewusstsein seiner Gegenwart kann ich mir mein Christsein nicht mehr vorstellen.

(Peter Strauch, deutscher Pastor)

Pfingsten ist der Tag, an dem sich die frommen Juden aus der ganzen Welt getroffen haben, um „das Fest der Wochen“ zu feiern. Das Fest war ein jüdisches Fest, an dem Gott die ersten Früchte geopfert wurden. An diesem Tag passierte – als die Jünger und Jüngerinnen Jesu nach seiner Himmelfahrt zusammen waren – ein Wunder: Flammenzungen leuchteten auf jeder Person… und jeder draußen hörte seine Muttersprache. Zum Glück haben sich alle also gut verstanden.

Der wichtigste Punkt, in dem Pfingsten in unserm Leben hineinwirkt, ist, dass an diesem Tag der Kirche die versprochene Gabe des Heiligen Geist geschenkt wird. Und wir sind die Kirche. Ich glaube, es ist der der Heilige Geist, der es der Kirche seit 2000 Jahren ermöglicht, weiter zu gehen, weiter zu stärken und weiter zu schützen.

Wir glauben, dass dieser Tag die Geburt der Kirche ist, da wir an diesem Tag den Heiligen Geist empfangen haben. Und es ist dieser Geist, der alle stärkt. Pfingsten ist das Fest der Kirche, und der Geist Gottes fließt zu uns als ein großes Geschenk, in dem wir Christus als den Herrn bekennen. Das Fest bedeutet, dass unser Leben, unsere Energie und unser Glauben von Gott herkommen. Alle, die Christen sind, erfahren dieses Leben durch den menschengewordenen Sohn Gottes, weil in ihnen der Heilige Geist ganz deutlich erkennbar wird. Wenn Sie am Gottesdienst am Pfingstsonntag teilnehmen, hören Sie wahrscheinlich einen Text aus dem Evangelium nach Johannes (Joh 20,19-23). Es erzählt vom Besuch des auferstanden Herrn bei seinen Jüngern, die voller Angst waren. „Der Friede sei mit euch“, sagt Jesus. „Wie der Vater mich gesandt hat, so sende ich euch“. Nach dem Jesus so gesprochen hat, haucht er ihnen den Geist ein und sagt: „Empfangt den Heiligen Geist.“  Dieser Hauch war und ist das Leben Christi. Wir sind „Gottgeatmet“ und am Pfingsten feiern wir diese Realität.

Das Pfingstfest erinnert an den Tag nicht lang nach der Auferstehung Jesu, als die Kraft des Heiligen Geistes auf die Kirche ausgegossen wurde. Der Geist war und ist ein Faktor, der uns vereinigt, stärkt und reinigt. Das erfahren wir in unserer Gemeinschaft der Gemeinden, in der wir leben. Der Geist Gottes übersteigt die künstlichen Grenzen der Sprachen, Rassen und Kulturen. Die Menschen sprechen die Sprache der Liebe und werden verstanden; die Menschen sprechen die Sprache des Friedens und werden verstanden; die Menschen sprechen die Sprache der Meinungsverschiedenheit und werden auch verstanden. Dies ist die Macht dieses Heiligen Geistes, der uns an Pfingsten und zu jeder Zeit gegeben ist.

Was geschieht, wenn wir Menschen von diesem göttlichen Geist berührt sind? Wir empfangen diese Gaben: Weisheit, Einsicht, Rat und Stärke, Wissenschaft, Frömmigkeit und Gottesfurcht. Diese Gaben, können wir sagen, sind die Eigenschaften Jesu.

Die Feier von Pfingsten steht zum Sonntagsfest der Dreifaltigkeit in einer einzigartigen Beziehung, die die Christen als die Erfahrung Gottes beschreiben. Wir betrachten das Leben der Dreifaltigkeit als eine Realität: Die Liebe Gottes als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Das Bewusstsein der untereinander strömenden Liebe bewegt zur Nächstenliebe. Es ist uns die Verwirklichung des Festes von Pfingsten.

Liebe Leserin, lieber Leser! Wir sind privilegiert, weil wir den Heiligen Geist empfangen haben, der jeden Tag in uns wohnt, um uns den Weg zu zeigen. Wir können nicht weiterwirken, wenn wir diese dritte Person der Dreifaltigkeit ablehnen. Sie führt uns zum Leben, das kein Ende kennt. Sie führt uns zum Ziel, in dem wir unserem auferstandenen Herrn begegnen. Möge der Heilige Geist unser Leben erleuchten.

Pater Barnabas Nyakundi Mang’era, C.S.Sp.

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