Kerzen im Advent

kerzenmeer

Wir sind im Dezember, einer kalten und dunklen Jahreszeit, dem Winter. Jetzt, wo um uns herum die Natur im dunklen Winterschlaf liegt, sehnen wir uns nach Licht und Wärme. Wir warten auf das Licht, das Gott selber ist. Warten ist nicht immer leicht, Zeichen können uns das Warten erleichtern.

Als Kind war ich immer hin und weg, wenn ich morgens ein weiteres Türchen des Adventskalenders öffnen konnte, bis es endlich das Türchen mit der 24 war. Das Warten auf das große Fest hatte ein Ende. Abends habe ich versucht, das Christkind zu entdecken, das die Geschenke brachte und die Augen der Kinder zum Leuchten bringen konnte. Ich fand es schön, dass in der dunklen Zeit immer mehr Kerzen entzündet wurden, bis an Weihnachten ganz viele Kerzen am Tannenbaum über dem aufgebauten Stall mit dem Christkind angemacht wurden.

Foto: Karin Wobig  / pixelio.de

Foto: Karin Wobig / pixelio.de

Kerzen strahlen nicht nur Licht, sondern auch Wärme aus, sie weisen auf das große Licht hin, das uns geschenkt wurde.

In der Adventzeit zünden wir Kerzen am Adventskranz oder Aventsgesteck an, um uns auf das große Fest vorzubereiten, um uns einzustimmen. An jedem Sonntag werden unsere Räume immer heller.

Kerzen laden uns ein zur Ruhe zu kommen, in der Hektik des Alltags etwas abzuschalten. Sich vorzubereiten auf das Weihnachtsfest.

Nicht nur Kerzen können in dieser kalten Jahreszeit Wärme und Licht verbreiten. Wenn wir uns Zeit für einander geben, einander zuhören und vielleicht auch bewusster dem Anderen begegnen, kann es um uns herum auch heller und wärmer werden.

Ich wünsche uns allen eine frohe und besinnliche Adventszeit, ein schönes Fest der Menschwerdung Gottes, mit viel Zeit für einander, guten Gesprächen und Begegnungen.

Heike Hoberg

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