Gedanken zum Mai

„Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus. Da bleibe, wer Lust hat mit Sorgen doch zu Haus.   …“

Foto: H. Hoberg

Diese Textzeilen fielen mir direkt ein, als ich mir Gedanken zum Geistreich im Mai machte. Das Gedicht wurde von Emanuel Geibel 1841 geschrieben und 1842 von Justus Wilhelm Lyra vertont. Bereits 1843 wurde es als Frühlings- und Wanderlied sehr bekannt. Es handelt von Aufbruch, von Lebensfreude vom Unterwegssein.

Die Natur macht es uns jedes Jahr vor. Im Frühling, ab März,  bricht sich neues Leben kraftvoll und schön durch das Alltagsgrau des vergangenen Winters. Der Baum im Bild oben ist fest in der Erde verwurzelt und streckt seine ganze Kraft der Sonne entgegen. Er blüht sehr stark und verheißt eine reiche Obsternte im Herbst. Im Mai fangen die Blumen, zum Beispiel die Veilchen, an zu blühen, die Natur wird bunter und lebensfroher.

Der Mai wird auch als „Wonnemonat“ bezeichnet, dieser Begriff kommt ursprünglich von dem althochdeutschen „wunnimanod“ und bedeutet so viel wie Weidemonat. Später wurde jedoch der Wortteil „wunni“  zu Wonne und somit setzte sich die Bedeutung Freudenmonat im Sprachgebrauch durch. In der Gesellschaft wird der Mai, das Leben, durch alte Bräuche gefeiert (Maibaum, Maisingen und Tanz in den Mai). Lebensfreude pur.

Auch in der Kirche haben sich für den Mai Bräuche entwickelt, der Mai wird als Marienmonat gefeiert. Die Verehrung Mariens findet in Form von Maiandachten und Marienliedern in vielen Gemeinden statt. In einem Kirchenlied aus dem 19. Jahrhundert verehren wir Maria als Maienkönigin und empfehlen ihr die Natur und das Wachstum, auf das Gottes Garten erblühe. Ich wünsche uns allen, dass wir die Kraft und die Lebensfreude der Natur spüren und in unseren Alltag integrieren können.

Ihre Heike Hoberg
Gemeindereferentin

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