Allerheiligen, Allerseelen: Glaube an Auferstehung im Wandel der Zeit

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In der Vielgestaltigkeit einer dynamischen Welt, die sich stets wandelt und verändert, scheint es immer schwerer, eine Mitte und einen festen Haltepunkt zu finden. Nicht nur der Kosmos, das Universum, befindet sich in einem ständigen Veränderungsprozess, sondern auch der Mensch – und nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Der Aufbau und Abbau, das Werden und Vergehen unserer Körperzellen macht aus uns nach sieben Jahren quasi eine neue körperliche Struktur. Unser geistiges Mühen und Streben lässt uns jeden Tag neu werden, tiefer schauen und vollkommener leben. Ein Gatte sagt nach 55‐jähriger Ehe: Ich bin mit der gleichen Frau verheiratet, aber nicht mit derselben…

In der steten Veränderung sucht der Mensch nach einer Konstanten, einem Ankerpunkt des Unveränderlichen. Wenn nicht einmal die Erde der Mittelpunkt von irgendetwas ist, so möchte doch der Mensch, mit der Vorstellung von seinem unaufgebbaren Wert und seiner Unvergänglichkeit, eine bleibende Mitte finden und sich einen festen Haltepunkt setzen.

Auferstehung und Leben

Du fragst am End des Lebens,
wohin die Reise geht.
War alles nur vergebens,
da es im Wind verweht?
Dein Leben wird gewandelt
und nicht genommen dir.
Es wird total verwandelt
und ist nicht mehr wie hier.
Die Raupe fand ihr Ende.
Jetzt lebt der Schmetterling:
Wie herrlich diese Wende!
Ein Jubellied nur sing!

Heinrich Bücker

Möge Gott uns in unserer Suche, in unserem Begehren, zur Seite stehen und begleiten.

Ihr Pfarrer Pero Stanušić

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