Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung

Foto: Alex Woods, unsplash

In der griechisch-orthodoxen Kirche beginnt das Kirchenjahr am 1. September. Dieses Datum geht auf die Zeit des Byzantinischen Reiches zurück. Dort begann am Ende des Sommers ein neues Sternenjahr. Mit dem neuen Kirchenjahr wird, ähnlich wie beim Erntedankfest, für die Bewahrung der gesamten Schöpfung gebetet. Die Idee eines Gebetstages für die Natur wurde auch von Papst Franziskus aufgegriffen. Er benannte im Zuge der Veröffentlichung seiner Umwelt-Enzyklia „Laudato Si“ den 1. September für die römisch-katholische Kirche als katholischen Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung, um jedes Jahr auf`s Neue „Ja“ zu sagen, Beschützer des Werkes Gottes zu sein.

Auch unsere evangelischen Mitschwestern und –brüder haben sich diesem jährlichen „Weltgebetstag für die Schöpfung“ angeschlossen und so wird dieses Anliegen zu einem Brückenschlag der Ökumene.
Alle Christen stehen vor vielen Herausforderungen, unabhängig welcher Konfession sie angehören. Unsere Erde wurde uns Menschen anvertraut, wir haben sie urbar gemacht, säen und ernten, schöpfen die Bodenschätze aus, leben von ihr.
Leider gibt es auch negative Seiten menschlichen Verhaltens:
Umweltverschmutzung, Ausbeutung der Ressourcen, Zerstörung des natürlichen Gleichgewichtes, … Die Profitgier einzelner zerstört den Lebensraum vieler Menschen. Gegen dieses Handeln können wir nur gemeinsam etwas ausrichten, müssen wir Kräfte bündeln.
Machen wir uns beim Spaziergang, beim Arbeiten im Garten, beim Ernten des Obstes, beim Einkauf im Lebensmittelmarkt bewusst, dass es nur die eine Erde gibt, die wir haben und wir nur eine Zeitlang auf ihr leben, sie dann in die Hände nachfolgender Generationen übergeben. Wir sind für ihren Zustand verantwortlich.

Vielleicht kann uns der Gedanke des gemeinsamen Gebets am 1. September weiterführen, um auch in anderen Bereichen näher zusammenzurücken und uns als Christen geschwisterlich anzunehmen, ohne mit dem Finger aufzuzeigen, wer was richtig oder falsch macht.

Jesus hat uns einen Weg aufgezeigt, der uns zum Ziel des „himmlischen Lebens“ bei Gott führen wird. Dies ist uns allen Christen gleich und darauf kommt es an. So manches Mal ist „Weniger“ mehr und es ist wichtig, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

So ist dieser Monat auch ein Monat der Ökumene mit der Besinnung auf unsere christlichen Wurzeln und den Ursprung unseres gemeinsamen Glaubens.

Gebet für unsere Erde von Papst Franziskus:

Allmächtiger Gott, der du in der Weite des Alls gegenwärtig bist und im kleinsten deiner Geschöpfe, der du alles, was existiert, mit deiner Zärtlichkeit umschließt, gieße uns die Kraft deiner Liebe ein, damit wir das Leben und die Schönheit hüten. Überflute uns mit Frieden, damit wir als Brüder und Schwestern leben und niemandem schaden. Gott der Armen, hilf uns, die Verlassenen und Vergessenen dieser Erde, die so wertvoll sind in deinen Augen, zu retten. Heile unser Leben, damit wir Beschützer der Welt sind und nicht Räuber, damit wir Schönheit säen und nicht Verseuchung und Zerstörung. Rühre die Herzen derer an, die nur Gewinn suchen auf Kosten der Armen und der Erde. Lehre uns, den Wert von allen Dingen zu entdecken und voll Bewunderung zu betrachten; zu erkennen, dass wir zutiefst verbunden sind mit allen Geschöpfen auf unserem Weg zu deinem unendlichen Licht. Danke, dass du alle Tage bei uns bist. Ermutige uns bitte in unserem Kampf für Gerechtigkeit, Liebe und Frieden.

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