Geistreich im November: Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden

Foto: Matheus Ferrero / Unsplash


Matthäus 5, 4: “ Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden“.
Ich weiß nicht, mit was Du gerade in Deinem Leben fertig werden musst und warum Du Dich nicht mehr richtig freuen kannst. Vielleicht ist ein geliebter Mensch gestorben, oder vielleicht erlebst Du gerade die Scheidung von Deiner Partnerin bzw. Deinem Partner, oder vielleicht hast Du Deinen Arbeitsplatz verloren und jetzt weißt Du nicht wie es weitergehen soll, oder vielleicht ist Dir eine Freundschaft in die Brüche gegangen. Manchmal ist doch wirklich alles nur noch schwer zu ertragen und erst recht zu meistern, oder?

Mir geht’s auf jeden Fall so. Es gab immer wieder Zeiten in meinem Leben, wo ich mich schlecht gelaunt, traurig oder zerrissen fühlte, wo ich in einer Umbruchphase war und mich auf so viel Neues einstellen musste, oder wo mir eine unheilbare Krankheit diagnostiziert wurde und wo ich starke Selbstzweifel entwickelte, die soweit gingen, dass ich an Gott und an seiner Präsenz zweifelte.
Es gibt so viele Situationen, in denen wir in die Knie gezwungen und durchgeschüttelt werden, dass wir die uns geschenkte Freude am Leben nicht mehr spüren können. Aber ich habe dann immer wieder persönlich erlebt, dass Gott es sich nicht nehmen lässt, uns zu trösten und wieder aufzubauen.

Auch in der Bibel gibt es viele Menschen, die mit Herausforderungen zu kämpfen und alles andere als ein leichtes Leben hatten. Ich denke da an David, der immer wieder auf der Flucht vor dem König Saul war, an Daniel, der sich irgendwann in einer Löwengrube wiederfand und dem Tod sprichwörtlich in die Augen sah. Und auch an die vielen Menschen in der Bibel, die mit Krankheiten zu tun hatten und lange Zeit gelitten haben. Sie und viele andere durften erleben, was es bedeutet, von Gott getröstet und aufgerichtet zu werden.
Manchmal hat Gott Schmerzen gelindert, Krankheiten geheilt oder ein Problem aus der Welt geschafft. Andere Male hat er den Menschen stärker gemacht und ihn ermutigt, trotz Leid und Schmerz weiter zu gehen.

Gerade in diesen herausfordernden Zeiten will Gott mit uns auf besondere Weise sein und seine Liebe in unser Leben gießen. Er ist und bleibt der, der er ist. Er verändert sich nicht. Er ist eine Konstante. Ich weiß, es ist schwer, in diesen Zeiten danach zu schauen, wie und wodurch Gott uns ermutigen will.
Aber wenn Du diesen Hoffnungsschritt wagst und ihn bittest, Dir im Alltag zu begegnen, wirst Du seinen Trost auf ganz unterschiedliche Weise erleben: zum Beispiel durch einen Frieden in Deinem Herzen, der so tief ist, dass Du trotz der unveränderten Situation ganz ruhig werden kannst, oder durch ein starkes Gefühl, das Dich unverhofft überkommt und durch das Du spürst, dass Gott Dich trägt und ganz nah bei Dir ist.
Wenn du gerade eine schlechte Zeit in Deinem Leben durchmachst, lass Dich von Gott persönlich trösten und aufrichten. Bitte ihn um Beistand und versuche, inne zu halten. Fange an, sein Wirken zu spüren und seine großartigen Werke anzuschauen: in der Bibel, im Alltag, in der Natur; sie sind da und müssen von Dir nur gesehen werden.
Gott segne und behüte Dich.
Lionelle Ulrich
Inspiriert von dem Buch „Du bist ein Gedanke Gottes“ von Nelli Bangert.

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