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Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie Dich behüten auf all Deinen Wegen

Foto: Paula May

Denn er hat seinen Engeln befohlen, dass sie Dich behüten auf all Deinen Wegen 
(Psalm 91, 11).

Januar, Februar, März,  April, die Jahresuhr steht niemals still…
Mai, Juni, Juli, August, wecken in uns allen die Lebenslust…
September, Oktober, November, Dezember, und dann, und dann fängt das Ganze wieder von vorne an…

Wir kennen alle dieses Kinderlied, („ Die Jahresuhr“) von Rolf Zuckowski, das uns die Abfolge der Monate der vier Jahreszeiten einprägsam erklärt. Das fröhliche Kinderlied vermittelt zudem eine einfache aber geniale Strategie der Natur. Sie ruht sich im Winter aus und sie braucht den Frühling, um wieder zu erwachen. Die Jahreszeiten und die sie ausmachenden Monate erschrecken uns nicht, wenn auch einige davon nicht mit Lebenslust assoziiert werden.

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Perspektivwechsel im November – Helles gegen das Dunkel setzen

Bild: sofiw/cc0 – gemeinfrei/pixabay.com

In den vergangenen Tagen des goldenen Oktobers, der mehr an Sommer als an Herbst erinnerte, hörte ich in meinem Umfeld immer mal wieder Bemerkungen zum kommenden November.

Viele Menschen fürchten diesen Monat gerade wegen seiner dunklen, grauen Tage, dem Regen, dem Nebel, den kahlen Bäumen und abgestorbenen Pflanzen; „so leblos“ hörte ich von einer Frau. Nur eine Kollegin fand positive Worte für den November: Es gäbe Zeit für gemütliche Teestunden und Zeit zum Lesen, weil man draußen nichts arbeiten kann und man nicht vor die Türe geht.

Dieser Monat November braucht einen Perspektivwechsel; in der Werbebranche würde man sagen, wir müssen das Image mal etwas aufpolieren.

Der November beginnt mit den beiden Gedenktagen Allerheiligen und Allerseelen. An Allerheiligen gedenken wir Christen der Menschen, die uns mit ihrem Leben im Glauben Vorbilder sind, Menschen, die für ihren Glauben gestorben sind. Allerseelen ist der Gedenktag für die Verstorbenen. Dazu kommt dann am 11.11. der Namenstag des hl. Martin von Tours.

Ich versuche mich einmal an einem Perspektivwechsel:
Das Wetter im November, wie auch in allen anderen Monaten, kann ich nicht ändern. Nach der langen Dürre des „Supersommers“ braucht die Natur dringend ausreichend Regen. Ohne den notwendigen Regen, gibt es kein Frühlingserwachen der Natur im Frühjahr. Daher freue ich mich über den Regen im November und denke dabei an die ersten Blüten der Schneeglöckchen im Februar.

Die Tage sind kurz, es wird früh dunkel. So habe ich mehr Zeit zum Lesen, einen guten Film im TV zu sehen, mich mit netten Menschen zum Kaffee/Tee zu treffen, es mir mit Kerzenlicht gemütlich zu machen.

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Gedanken zum Erntedankfest

Foto: Hans Heindl/pfarrbriefservice.de

Im Buch Genesis gibt Gott den Menschen die feste Zusage: „Solange die Erde besteht, sollen nicht aufhören Aussaat und Ernte, Kälte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (Gen 8,22)

Auch in diesem Jahr gab es die Aussaat und nun haben wir Erntezeit. Wenn wir die Wochenmärkte besuchen oder in die Supermärkte gehen, dann sind die Stände und Regale gut gefüllt mit herrlichem frischen Obst und Gemüse und all den anderen Dingen, die wir zum Leben brauchen. Nicht alles wuchs hier in Deutschland, so manche exotische Frucht ist für uns selbstverständlich geworden. Wir müssen nur zugreifen. Dafür danken wir.

Der Dank, den wir aussprechen, geht zuerst einmal an all die Produzenten der Nahrungsmittel hier in Deutschland und weltweit. Für manchen Bauer war dieses Jahr ein sehr schwieriges Jahr, denn der fehlende Regen und die enorme Hitze führten zu großen Ernteeinbußen, die manchmal existenz-bedrohend sind. Die Folgen des Klimawandels wurden uns ganz deutlich vor Augen geführt. Früher hätten solche Ernteausfälle zu einer Hungersnot geführt. Wir aber werden nicht nur satt: uns wird die Nahrung in Überfülle angeboten. Wir haben also allen Anlass, Gott zu danken.

Zunächst danken wir für unser tägliches Brot. Wir danken aber auch für alles, was für uns Nahrung ist, für alle Früchte der Natur, für die Menschen, mit denen wir gemeinsam auf dem Weg sind und die Anteil nehmen an unserem Leben.

Unser Danken führt uns aber auch zum Nachdenken darüber, dass nicht alle Menschen in der gleichen glücklichen Lage sind wie wir; dass für viele das tägliche Brot nicht selbstverständlich ist. Suchen wir nach Wegen, die eine Veränderung möglich machen.

Dann kann Gottes Zusage der Ernte für alle Menschen Wirklichkeit werden.

Margret Schäpers, St. Hubert

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Die Schutzengel für erwachsene Kinder

Foto: Uli Stoll Outdoor-Fotografie /parknplay/pixelio.de

„Leider haben unsere Kinder nicht den Lebens- und Glaubensweg gewählt, den wir ihnen vorgelebt haben. Aber beten, dass tun wir immer für sie“. – Das sagen mir oft ältere Mitchristen.

Auch in diesen Urlaubsmonaten beten viele Eltern inständig für ihre Kinder, die „unterwegs“ sind. Vielleicht passt dazu ein Gebet „An die Schutzengel unserer erwachsenen Kinder (von einem unbekannten Verfasser):

„Ich spreche zu den Engeln unserer Kinder:
Seid Ihr immer noch bei ihnen und habt ihre Wünsche in Euren Händen?
Wisst ihr etwas von ihrer kampferfüllten Einsamkeit?
Und wenn sie nun Euch und das Leben ablehnen, wendet Ihr Euch dann ab und weint, oder bleibt Ihr trotzdem bei ihnen?
Sie brauchen Euch, mehr noch als damals, als sie noch klein waren.
Sie brauchen Euch ganz dringend!
Denn diese Jahre sind die schwerste Zeit!
Alles muss eigenhändig geregelt werden, man muss sich freikämpfen, alles selbst verantworten und von Engeln will man nichts wissen.

Ihr Engel unserer erwachsenen Kinder!
Eine Mutter darf nicht länger eingreifen, aber Ihr dürft.
Ein Vater darf nicht länger Ratschläge erteilen, aber Eure Weisheit kommt von Gott.
Bleibt bei unseren erwachsenen Kindern, Ihr Engel!
Helft ihnen, im Gestrüpp zu wandern und den rechten Weg zu finden.
Führt sie nicht den leichtesten Weg, aber den schönsten – ihren eigenen Weg!“

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Allerheiligen, Allerseelen: Glaube an Auferstehung im Wandel der Zeit

Foto: twinlili / pixelio.de

In der Vielgestaltigkeit einer dynamischen Welt, die sich stets wandelt und verändert, scheint es immer schwerer, eine Mitte und einen festen Haltepunkt zu finden. Nicht nur der Kosmos, das Universum, befindet sich in einem ständigen Veränderungsprozess, sondern auch der Mensch – und nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Der Aufbau und Abbau, das Werden und Vergehen unserer Körperzellen macht aus uns nach sieben Jahren quasi eine neue körperliche Struktur. Unser geistiges Mühen und Streben lässt uns jeden Tag neu werden, tiefer schauen und vollkommener leben. Ein Gatte sagt nach 55‐jähriger Ehe: Ich bin mit der gleichen Frau verheiratet, aber nicht mit derselben…

In der steten Veränderung sucht der Mensch nach einer Konstanten, einem Ankerpunkt des Unveränderlichen. Wenn nicht einmal die Erde der Mittelpunkt von irgendetwas ist, so möchte doch der Mensch, mit der Vorstellung von seinem unaufgebbaren Wert und seiner Unvergänglichkeit, eine bleibende Mitte finden und sich einen festen Haltepunkt setzen.

Auferstehung und Leben

Du fragst am End des Lebens,
wohin die Reise geht.
War alles nur vergebens,
da es im Wind verweht?
Dein Leben wird gewandelt
und nicht genommen dir.
Es wird total verwandelt
und ist nicht mehr wie hier.
Die Raupe fand ihr Ende.
Jetzt lebt der Schmetterling:
Wie herrlich diese Wende!
Ein Jubellied nur sing!

Heinrich Bücker

Möge Gott uns in unserer Suche, in unserem Begehren, zur Seite stehen und begleiten.

Ihr Pfarrer Pero Stanušić

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