Tag-Archiv: Advent

Zum 4. Adventssonntag: Johannes der Täufer und das Schwimmen lernen

Zu Beginn des Johannesevangeliums (Joh 1,19-28) wird berichtet, wie sich Johannes der Täufer vor Juden in einer Art Verhör rechtfertigen muss. Dabei sind die „Priester und Leviten“ wohl Vertreter einer jüdischen Behörde mit rechtlichen Befugnissen, nämlich des Synedriums, der jüdischen Zentralbehörde vor der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 n. Chr.

Johannes werden drei Fragen gestellt: „Wer bist du?“, „Bist du Elia?“ und „Bist du der Prophet?“. Auffällig ist, dass Johannes Antworten immer kürzer werden, bis seine letzte Antwort nur noch schlicht „Nein!“ lautet. Weil die Fragenden so aber keine Antwort erhalten, die sie wirklich zufrieden stellt, müssen sie erneut fragen: „Was sagst du über dich selbst?“. Lesen Sie mehr »

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Zum 3. Adventssontag: Das Unmögliche glauben – wie Maria

Das Evangelium zum dritten Adventssonntag handelt von der Situation, in der Maria die Verheißung durch den Engel Gabriel empfängt, der ihr mitteilt, dass sie ein Kind zur Welt bringen wird, obwohl sie noch nicht mit Joseph verheiratet ist (Lk 1,26-38). In der Geschichte erzählt der Evangelist Lukas, wie Gott die Nähe zu den Menschen sucht und dies so eindeutig tun möchte, dass er selbst Teil der menschlichen Geschichte wird. Wie Gott ist, kann man nicht einfach nur theoretisch beschreiben, sondern man muss darauf verweisen, wie Gott an den Menschen handelt, welche Erfahrungen mit Gott gemacht wurden. Weiß man darum, dann kann man das Experiment des Glaubens wagen und einen Zugang zu Gottes entgegenkommenden Handeln ertasten. Denn was Gott für die Menschen will, ist ohne Zweifel: „Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluss haben“ (Joh 10,10). Aber wie handelt Gott genau?

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Zum 2. Adventsonntag: Gott den Weg bereiten – Kieselsteine beseitigen

Das Markusevangelium beginnt, vielleicht etwas überraschend, nicht mit der Geburt Jesu. Am Anfang wird geschildert, wie Johannes der Täufer am Jordan gewirkt hat. Dabei wird Johannes als Vorläufer Jesu gesehen; er verweist in seinem Tun ganz auf den „Sohn Gottes“, wie Jesus bereits im ersten Satz bezeichnet wird. Die Verbindung des Wortes „Evangelium“ mit dem Bekenntnis zu Jesus als dem „Sohn Gottes“ ist bedenkenswert: Ursprünglich meint das griechische Wort eine „Freudenbotschaft“, zum Beispiel die von einem erkämpften Sieg. Auch wurde so die Nachricht von der Geburt oder der Thronbesteigung eines Kaisers bezeichnet. In der Textgattung Evangelium meint das Wort aber die Botschaft vom kommenden Reich Gottes. Lesen Sie mehr »

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„Alle Jahre wieder.“ Immer das alte Lied?

Jedes Jahr ist es dasselbe, das gleiche Lied. Schon Wochen vor Weihnachten dudelt es aus vielen Lautsprechern. Alle Jahre wieder: schon in der Adventszeit Weihnachtslieder, Weihnachtsessen, Weihnachtsfeiern. Als Fastfood-Gesellschaft können wir das Fest nicht mehr froh erwarten. Die Überraschungen sind vorweggenommen.

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Zum 1. Adventsonntag: Wach sein für das Entgegenkommen Gottes

Das Evangelium des diesjährigen ersten Adventssonntags (Mk 13,24-37) handelt von einer Rede Jesu über das Ende der Welt und seiner eigenen Wiederkehr zu diesem Zeitpunkt. Der Text lässt sich gut in vier Abschnitte gliedern. Die Verse 24 bis 27 beschreiben eine kosmische Szene, in der die Sterne vom Himmel fallen und das Licht des Mondes nicht mehr leuchtet. Eindeutig werden für die Schilderung des Weltendes Bilder aus dem Alten Testament gebraucht (vgl. z.B. Jes 34,4: Herabfallen der Sterne). Aber natürlich weiß der Mensch von heute, dass ganze Planeten nicht einfach vom Himmel fallen können, wie Glühbirnen von der Decke fallen. Lesen Sie mehr »

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