Tag-Archiv: Buchblog

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Foto: Lupo/pixelio.de

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Judith Gulde liest:

„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green

Die beiden Jugendlichen Hazel und Augustus verbindet die Gewissheit, schon sehr bald an Krebs sterben zu müssen. Sie lernen sich in einer Selbsthilfegruppe kennen, zu der Hazels Mutter das Mädchen gegen ihren Willen schickt, weil sie droht in einer Depression zu versinken. Dort lernt sie mit anderen Betroffenen, locker und mit viel Humor über das eigene Schicksal zu reden und zu lachen. Schon nach kurzer Zeit verliebt sie sich in Augustus. Mit ihm spürt sie sich ganz neu und er ermöglicht ihr, dank seines Herzenswunsches, eine Reise zu einem Autor in Amsterdam, dessen Buch sie sehr beeindruckt. Sie fahren zusammen unter schwierigen Bedingungen nach Amsterdam, aber das Treffen mit dem Autor verläuft ganz anders als erwartet. Wieder zu Hause ändert sich die Lebenssituation der beiden grundlegend.

Als Leser des Buches „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ erlebt man an der Seite der Hauptfigur Hazel mit, wie es sich anfühlt, unheilbar krank zu sein. Mich beeindruckt, wie der Autor John Green es schafft, dass das Buch einen trotz des ernsten Themas immer wieder zum Lachen bringt und somit eine neue Sichtweise verschafft. Man kann auch humorvoll aufs Leben blicken, obwohl oder gerade weil man schwer krank ist.

Judith Gulde

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Johannes von Nepomuk – ein böhmischer Heiliger in der Eifel

Foto: Lupo/pixelio.de

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Franz-Josef Heuser liest:

Ranko Ziellenbach: Johannes von Nepomuk – ein böhmischer Heiliger in der Eifel

Vor einiger Zeit schrieb mich der Autor Herr Ziellenbach an und wollte Informationen zu den Haarener Nepomukfiguren haben. Da im Archiv des Heimatvereins viele gute Informationen hierzu vorlagen, konnte ich schnell und qualifiziert helfen. Als Dank erhielt ich einige Tage später das o.a. Buch mit persönlicher Widmung.

Der Autor hat in diesem Buch nicht nur den ausführlichen Lebenslauf des Heiligen beschrieben. In einer detaillierten Dokumentation sind Bildnisse von Brückenfiguren, Skulpturen in den Kirchen oder Abbildungen auf Schützensilbermedaillen dargestellt und genauestens beschrieben. In einem weiteren Abschnitt geht er ausführlich auf die Verbreitung und Ursachen der Verehrung des Heiligen in der Eifel ein.

Das sorgfältig recherchierte Buch ist zum großen Teil farbig illustriert. Alle 2003 vorhandenen Bildnisse wurden neu fotografiert. Ebenso findet man eine Verbreitungskarte. Eine vollständige Zusammenstellung aller 2003 noch vorhandenen Darstellungen in Bild und Kurztext runden das Buch ab: eine tolle Dokumentation und eine hervorragende Quelle zur Geschichte der Eifel.

Ich persönlich war sehr überrascht, in welcher Häufigkeit und Vielfältigkeit die Verehrung des hl. Nepomuk speziell in der Eifel stattfindet.

Franz-Josef Heuser

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Die Moselreise

Foto: Lupo/pixelio.de

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Monika Mann-Kirwan liest:

Hanns-Josef Ortheil: Die Moselreise

Das „kleine“ Buch Die Moselreise ist ein anrührender Reisebericht des 11 jährigen Hanns-Josefs, dessen sich der Autor im Rückgriff auf seine Aufzeichnungen als Junge bedient, um uns Leser an dieser wundersamen Reise mit seinem Vater an die Mosel in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts teilnehmen zu lassen. Sein sehr ausführliches Reisetagebuch ist die Grundlage für dieses wundervolle Buch. Sehr sensibel nimmt der junge seine Umgebung , die Stimmungen der Städte, der Landschaft, des Flusses, seine eigenen und die des Vaters wahr. Er beschreibt sie in kleinen Skizzen und Einträgen, beschreibt was er sieht und fühlt. Die intensive Beziehung zum Vater und der Austausch zwischen den beiden hat etwas sehr anrührendes und fast schon etwas poetisch zu Nennendes. Lesen Sie mehr »

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Die Frau auf der Treppe

Foto: Lupo/pixelio.de

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Hedwig Rekers liest:

Bernhard Schlink: Die Frau auf der Treppe

Der Kunstmarkt ist in Bewegung: durch gekonnte Fälschungen, durch jahrelang verborgene  Sammlungen, durch astronomische Summen für einzelne Bilder…

Dazu passt, dass sich auch in der Literatur verschiedene  Romane mit Bildern beschäftigen, dass also quasi ein Bild die Hauptrolle spielt.

In dem Roman „Die Frau auf der Treppe“ steht auch das Gemälde einer Frau zunächst im Vordergrund. Im Verlauf der Erzählung aber ist es die Frau selbst, die mehr und mehr in den Blick gerät. Sie tritt sozusagen aus dem Bild heraus und wird lebendig.

Der Ich-Erzähler findet über das Bild zu der Person selbst. Dieser Findungsprozess dauert viele Jahre, erfordert weite Wege und ein Sich-Einlassen auf eine Peron, die dann doch noch einmal ganz anders ist, als das Bild, das von ihr gemalt wurde. Und in alldem findet der Erzähler – wie könnte es anders sein – auch zu sich selbst …

Besonders gut haben mir die Passagen gefallen, wo die Frau und der Mann (Ich-Erzähler) Geschichten erfinden und erzählen, wie es gewesen wäre, wenn sie sich vor Jahren oder als Kinder oder als Jugendliche da oder dort getroffen hätten: ein Spiel mit Phantasien, das helfen kann, die eigene Vergangenheit und das eigene Geworden-Sein etwas besser zu verstehen.

Hedwig Rekers

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Felsenfest

Foto: Lupo/pixelio.de

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Marlies Buchmann-Bechthold liest:

Felsenfest von Jörg Maurer

Da meine Kinder wissen, dass ich einerseits Krimis liebe, andererseits eine leidenschaftliche Bergwanderin bin, bekam ich zum letzten Geburtstag von Ihnen „Felsenfest“ von Jörg Maurer geschenkt.

Dieser im bayrischen Werdenfelser Land angesiedelte Kriminalroman konfrontiert seinen Protagonisten, den Kommissar Hubertus Jennerwein nicht nur mit den Bergen, sondern vor allem auch mit seinen ehemaligen Klassenkameraden: Bei einem der jährlichen Klassentreffen – an denen der Kommissar schon seit langem nicht mehr teilnimmt – werden die ehemaligen Mitschüler bei ihrer Wandertour auf die Kramerspitze von einem Geiselnehmer bedroht, zwei von ihnen sogar ermordet.

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